3.2 Imposter-Syndrom: Warum zweifeln wir an uns selbst, obwohl wir kompetent sind?
Das sogenannte Imposter-Syndrom zeigt sich oft genau dort, wo Menschen eigentlich leistungsfähig sind. Erfolge werden als Zufall erklärt, während Fehler als Beweis für eigenes Unvermögen gelten. So entsteht eine dauerhafte Diskrepanz zwischen Selbstbild und Realität.
Im Alltag wird das besonders in Drucksituationen sichtbar – etwa in Meetings. Ein Blackout fühlt sich dann schnell wie ein Beweis an, „nicht gut genug“ zu sein. Dabei passiert genau das auch sehr erfahrenen Menschen. Was hilft, ist überraschend unspektakulär: sich Zeit nehmen. Ein Satz wie „Das ist eine gute Frage, ich denke kurz nach“ kann den entscheidenden Moment überbrücken. Denn oft fehlt nicht das...