4.9 Self-Awareness: Wie merke ich, dass ich mich gut ernähre?

Shownotes

losleben.stories-Podcast: Ernährung im Experten-Check - Wie ernähre ich mich gesund? Blue Zone Ernährung erklärt - sinnvolle Mikronährstoffe

Fabian Prinz | Ernährungsberatung Wien

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00:00:03:

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zur neunten Folge von Losleben Stories, dem Podcast diesmal zum Thema Ernährung.

00:00:18: Mein Gast im Studio ist Fabian Prinz.

00:00:21: Fabian ist Healthcoach- und Ernährungsberater, lebt in Wien.

00:00:24: Herzlich Willkommen Fabian!

00:00:26: Ja hi Maya, schön dass ich wieder da bin auch.

00:00:29: Fabian, wir haben jetzt in den vergangenen acht Folgen über ganz viele verschiedene Wege und Möglichkeiten gesprochen wie man sich was Gutes tun kann übers Essen.

00:00:39: Wir haben auch darüber gesprochen was man eher meiden soll.

00:00:43: und jetzt würde mich am Ende interessieren woran merke ich denn dass es meinem Körper gut geht?

00:00:50: Woran merk ich dann das ich da auf dem richtigen Weg bin?

00:00:53: Ja, das ist finde ich eine berechtigte Frage.

00:00:55: gerade in unserer Selbstoptimierungszeit, würde ich das jetzt fast mal nennen.

00:01:03: Mit Smartwatches, Gesundheits-Apps, Blutwerte... Vergessen wir, finde ich auch manchmal die wichtigste Informationsquelle nämlich unseren eigenen Körper.

00:01:15: Bei mir in der Praxis ist es dann so ja wie ist denn der Schlaf und die Leute antworten mir den oft gar nicht.

00:01:20: Dann sagen sie, Moment!

00:01:21: Und zeigen wir gleich die Aufzeichnungen des Schlafapps.

00:01:25: Und natürlich kann das jetzt schon ein Hinweis sein, und ich bin auch ein Fan von... Wir haben Smartwatches unterstützend zu arbeiten.

00:01:34: Aber in erster Linie ist es wie geht es dir?

00:01:37: Wie hast du geschlafen?

00:01:39: Ich möchte das wissen!

00:01:41: Wie hast Du das Gefühl?

00:01:42: Fühlst Du Dich ausgeruht?

00:01:43: Fühlst Du dich wach?

00:01:44: Jetzt zum Beispiel Schlaf.

00:01:46: Das finde ich wichtig dass wir das wieder mehr erlernen.

00:01:50: Da würde ich sagen Wie ich schon gesagt habe, nicht fragt.

00:01:55: Was sagt mein Tracker?

00:01:56: Sondern auch wie fühle ich mich und da finde ich gibt es zum Beispiel den Marker Energie.

00:02:03: Du kommst morgens gut in den Tag du wachst halbwegs ausgeschlafen offen natürlich nicht jeden tag ist das auch unterschiedlich muss auch normal aber im durchschnitt möglicherweise beim team energie.

00:02:12: du hast keine extremen leistungseinbrüche die bei manchen vielleicht am nachmittag auch stattfinden.

00:02:21: Mittagsmalzeit ein bisschen zu schwer, vielleicht zu fettreich oder zu groß kann auch sein.

00:02:27: Und vielleicht auch dass man nicht dauerhaft vom Kaffee oder Zucker angewiesen ist und ständig irgendwas inhalieren muss damit man irgendwie wach bleibt oder leistungsfähig bleibt.

00:02:35: Das könnte mal ein Punkt sein aber eben auch schon.

00:02:39: wie gesagt du schläfst gut und du schläft innerhalb einer angemessenen Zeit ein.

00:02:43: also Schlaf wäre so Richtung die sieben bis neun Stunden ungefähr.

00:02:48: und dass man in der Nacht nicht ständig aufwacht.

00:02:51: Öfters, sodass man nicht einschlafen kann und sich regelmäßig eine Früh komplett gerädert fühlt oder auch die Stimmung ist ein Parameter.

00:02:57: Wenn dein Körper gut versorgt ist, reagiert man oft gelassener auf Herausforderungen.

00:03:02: Das senkt natürlich auch wieder mit der Nahrungsaufnahme zusammen wenn man da gut versorgt ist Da ist man vielleicht weniger reizbar, emotional stabiler Man kann Stress besser bewältigen Und das hängt dann auch wieder damit der Regeneration des Körpers zusammen.

00:03:15: Da ist wieder Ernährung aber auch der Schlaf eben Relevant, weil gerade im Schlaf, wenn wir da regenerieren wieder ist.

00:03:24: Man nennt es Glymphatisches System, das regeneriert.

00:03:27: Ich sage immer, dass eine Putzkolonne im ganzen Körper unterwegs, die man alles durchputzt und wenn der Schlaf nicht ausrechnet dann werden halt nicht fertig Und dann ist man nicht ausreichend oder ausgeruht.

00:03:38: So kann man sich das irgendwie vorstellen.

00:03:39: Du

00:03:39: hast vorhin, als wir gesprochen haben in einer früheren Folge über die Darngesundheit und das Mikrobiom, hast du gesagt?

00:03:46: Die Haut ist auch direkt so ein Spiegel des Mikrobioms oder der Darmgesundheit.

00:03:51: Man erkennt manchmal auch an der Haut, dass was mit der Ernährung nicht optimal läuft.

00:03:55: Ist das richtig?

00:03:56: Das kann auf jeden Fall sein bei vielen Personen ist eine Ernährung mit relativ hohen Anteil an Zucker oder verarbeiteten Lebensmittel was sich negativ auf die Hautgesundheit auswirkt.

00:04:07: Beziehungsweise was ich dann positiv auswirke ist eben diese antientzündliche bzw mediterranne Nährung die wir eh auch schon besprochen haben mit den Großteilern Gemüse, Hülsenfrüchte Fisch Obst Nüsse sammeln.

00:04:20: alles was wir besprochen hatten.

00:04:21: schon das dürfte sich eher positiv auf die Damen gesundet und somit auch auf die Hautgesundhet auswirken.

00:04:27: Woran jetzt umgekehrt gefragt erkenne ich, dass sich mich gut ernähre.

00:04:31: Also der Klassiker werden ja irgendwie diese roten Backen... Es ist tatsächlich so das wenn ich morgens aufstehe und ich habe einen rosigen Tarn dann hab' ich mal einiges richtig gemacht bei der Ernährung oder auch in Klischee.

00:04:42: Nicht unbedingt!

00:04:43: Das würde ich nicht unterschreiben, nein?

00:04:46: Also machen wir einen Haken beim Klischee hier.

00:04:49: Ja voll!

00:04:50: Aber um vielleicht einen Selbstcheck zu haben man kann sich fragen, habe ich genügend Energie für den Alltag?

00:04:56: schlafe ich überwiegend gut.

00:04:58: Wie ist meine Stimmung in den letzten Wochen zum Beispiel?

00:05:02: Fühle ich mich nach dem Essen wohl, da hole ich mich ausreichend von Belastungen und Sport, regeneriere ich gut, sonst vielleicht zu wenig essen oder nicht gut zusammengestellt Und fühle ich einfach meinen Körper wohl, fühle Ich mich Zuhause?

00:05:16: Wir haben auch schon darüber gesprochen über eine Methode, die ein bisschen so in Vergessenheit geraten ist.

00:05:21: Man hat ja in früheren Zeiten also für hundert, zweihundert Jahren sehr genau den eigenen Stuhlgang beobachtet und der Rückschlüsse draus gezogen – ganz einfach weil es noch keine Blutuntersuchungen, also richtige Analysen im Labor noch nicht gab.

00:05:34: Da war man viel sensibler.

00:05:36: aber du hast erzählt dass das auch heute eben noch Sinn macht, dass man schaut wie ist die Konsistenz zu fest, zu locker?

00:05:43: Und vor allem die Farbe des Urins eigentlich Total wichtig ist es im Auge zu behalten.

00:05:48: Genau, Stuhl, Urin kann man eigentlich jeden Tag vielleicht durch jeden Tag öfter je nachdem ein großes kleines Geschäft sehen und einen Gefühl dafür bekommen.

00:05:56: Ja voll finde ich gut und wichtig auch das zu besprechen.

00:06:00: darüber redet man ja bekannt wie beweise nicht so oft.

00:06:03: Jetzt würde ich gerne ganz an den Anfang zurückkehren, wo du mal diese Blue Zones erwähnt hast.

00:06:08: Du hast da verschiedene Länder erwähnten und gesagt die sind eben dafür bekannt dass da die Leute besonders alt werden und auch gesund altern also bis ins hohe Alter sehr beweglich bleiben.

00:06:20: Haben wir jetzt zum einen gesunde Ernährungsgewohnheiten, die essen vielleicht fermentierte Sachen in Asien oder viel Fisch?

00:06:27: Weil sie in Meeresnähe sind.

00:06:29: Aber das sind auch Orte wo das Stresslevel eher niedrig ist.

00:06:33: Wie wirkt sich denn das Stress Level aus auch hinsichtlich Ernährung ja auch die Situation wie ich es ob ich jetzt ein Sandwich vor dem Monitor sitze im Büro oder mir wirklich Zeit dafür nehme.

00:06:46: Also zuerst würde ich noch mal sagen, so habe ich vielleicht schon öfter gesagt war es einfach wirklich relevant auch für die Damen gesundert.

00:06:51: Eine gewisse Regelmäßigkeit in der Nahrungsaufnahme wäre schonmal super und auch gut kann.

00:06:58: Wir kennen alle den Satz gut gekaut ist halb.

00:07:00: verdaut, so kann man den Verdauungsprozess schon mal positiv beeinflussen.

00:07:04: Aber ja, wie wir auch essen macht einen großen Unterschied auch.

00:07:08: Ein Beispiel, wie du gesagt hast, Maya, du isst ein Sandwich, dein Mittags-Sandwich vor den Mails bei uns schnell mal ab und schreibst dir deine Mails fertig weil du hast ja keine Zeit.

00:07:18: da haben wir das autonome Nervensystem und das steuert unbewusst ablaufende Körperfunktionen wie Herzschlagatmung Blutdruck aber auch eben die Verdauerung.

00:07:29: Und wenn wir eher gestresst sind, was bei so einer Mail schon passiert und wie uns da nicht auf das Essen konzentrieren.

00:07:36: Dann ist der sogenannte Sympathikus eher aktiv.

00:07:40: Das ist der Fight or Flight Mode.

00:07:42: Evolutionär war dann der Säbelzahntiger hinter uns her und die Energie wurde für Flucht- und Kampf benötigt und die Verdauungsleistung wird da zurückgefahren.

00:07:53: und dass es im Büro aber leider immer noch so, dass die Verdauerung da zurück gefahren wird.

00:07:57: Das kann einfach nicht optimal arbeiten.

00:08:00: Wenn wir allerdings entspannt sind, uns auf das Essen konzentrieren und nicht nebenbei irgendwas Stressiges machen sondern wirklich ein spannendes und vielleicht auch in guter Gesellschafts auch ganz cool dann ist nicht der Sympathikus der Fight of Flight-Mode aktiv sondern mehr aktiv der Parasympathikus dass es der sogenannte Rest and Digest Mode also Ruhe und Verdauern schon im Wort da.

00:08:24: In diesem Modus funktioniert alles unsere Verdauerung besser, und da gibt es mehr Fokus darauf.

00:08:30: Man fühlt sich dann auch einfach wohler!

00:08:32: Das kann man gern mal ausprobieren.

00:08:33: Gern die Sachen dich es auch besser verwertet?

00:08:36: Ja ganz genau!

00:08:37: Verdauungsentzyme können besser produziert werden.

00:08:39: Die sogenannten Scheren fürs Verdauen werden besser produziert, können besser arbeiten.

00:08:45: Ich finde jetzt wichtig dass wir die Mahlzeiten zelebrieren, dass wir uns das gut herrichten.

00:08:51: Dass wir uns es einfach schön machen auch die Umgebung weil das Auge ist da auch mit und mit allen Sinnen irgendwie essen.

00:08:57: Uns da auch Zeit nehmen zum Kochen finde ich ein wichtiges Ding, dass das nicht nur Ich muss jetzt wieder kochen oder es muss irgendwie sein sondern sich vielleicht doch schön gestalten.

00:09:07: Vielleicht auch alles ist vielleicht nicht immer einfacher aber so in der Familie mit der Familie das auch ab und dann mal gemeinsam machen und so den Kindern, das auch irgendwie positiv und schön.

00:09:18: Wir haben vermitteln die Zubereitung und Thema Selbstfürsorge Selbstliebe da auch praktizieren.

00:09:25: was mir total Wichtig ist es der Geruchssinn oder ich finde, er kommt oft so zu kurz.

00:09:30: Also gerade wenn man sich jetzt zum Beispiel in einem Büro dann ein Fertiggericht holt und das in die Mikrowelle gibt und da ist dieses langsame Werden halt gar nicht dabei.

00:09:41: Und ich mag das total gern, wenn ich z.B.

00:09:43: Ingwer schneide.

00:09:44: Das fängt ja dann an dieser Geruch sich auszubreiten.

00:09:47: Oder wenn man Basilikum hackt oder überhaupt eben mit frischen Kräutern arbeitet.

00:09:52: Das könnten wir auch mitnehmen aus diesem Mittelmeer-Diät und diesen stressärmeren Zonen, die älter werden.

00:09:58: Vielleicht liegt es nicht nur daran dass sie die gesünderen Sachen essen sondern dass die eben einfach auch mit allen Sinnen Essen die auch die Zeit und die Ruhe und das Umfeld haben das zu tun.

00:10:09: Das kann ja auch einfach bedeuten dass sich sagt dieser Prozess der Zubereitung der gehört jetzt mir die Zeit ich freue mich einfach total wenn ich was in einen Ofen schieb und langsam fängt an fein zu riechen in der Wohnung.

00:10:21: Ja das gehört ja total dazu oder?

00:10:23: Ja, find ich voll schön und voll gut, dass du das sagst.

00:10:26: Ich finde auch, es war gestern nicht in meinem Koch-Workshop gehabt und es gab Linsendal.

00:10:30: Und da waren alle so, boah, es riecht schon gut!

00:10:33: Und auch im Gang sind die Leute irgendwie kommend jetzt nicht teilgenommen haben... ...und Essen bringt irgendwie auch zusammen und Gesellschaft und ja einfach schön und gute Gefühle wenn man sich da irgendwie Zeit nimmt.

00:10:44: Vielleicht gar nicht mehr so für viele, gar nicht mir selbstverständlich, dass man das wirklich macht.

00:10:49: Das heißt, wenn ich jetzt sage eins unserer Key-Takeaways wäre Vorsicht vor zu viel Selbstoptimierungsanspruch.

00:10:57: Aber ganz wichtig genießen.

00:11:00: würdest du das so unterschreiben?

00:11:01: Ja unbedingt oh Gott genießen!

00:11:04: Genießen ist so wichtig und so cool auch sich nicht verbieten irgendwie ins Restaurant zu gehen.

00:11:09: Das habe ich manchmal in den Beratungen.

00:11:10: ja nein und da weiß ich nicht was ich essen darf und unbedingt auch mal genießen mit Freunden Und sich das da wirklich schön gönnen, bewusst essen und dann am nächsten Tag wieder selber kochen.

00:11:22: Ja Fabian ich glaube jetzt haben wir schon unser Schlusswort oder für die neunte Folge.

00:11:26: Das ist ja die letzte reguläre Folge weil die nächste Folge.

00:11:30: dabei antworten wir jetzt Fragen aus Social Media die im Vorfeld zu uns gekommen sind.

00:11:36: bis dahin tschau und danke dir!

00:11:40: Mehr Infos findet ihr auf wienerstädtische.at.

00:11:43: /losleben-stories.

00:11:46: Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert den Podcast auf eurer bevorzugten Plattform und hört auch in die anderen Staffeln rein.

00:11:54: Dort beantworten wir Fragen zu den Themen Mental Health

00:11:57: und

00:12:05: Geburt.

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